Devisen
Der Devisenhandel (Forex) umfasst den Kauf und Verkauf von Währungen. Dieser Markt ist an Geschäftstagen rund um die Uhr geöffnet und der liquideste Markt der Welt, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von rund 9,6 Billionen USD im April 2025 (BIZ-Dreijahresumfrage). Nachfolgend finden Sie eine schrittweise Anleitung, wie der Devisenhandel abgewickelt wird:
- Marktanalyse: Ähnlich wie beim Handel mit Futures und Optionen ist das Verständnis der Dynamik des Devisenmarktes von entscheidender Bedeutung. Dazu gehört die Untersuchung von Wirtschaftsindikatoren, geldpolitischen Maßnahmen und geopolitischen Ereignissen, die die Währungswerte beeinflussen könnten.
- Kontoeinrichtung: Um Devisen zu handeln, benötigen Sie ein Devisenhandelskonto, beispielsweise bei uns. Es stehen zahlreiche Broker zur Auswahl, die sich in Spreads, Hebelmöglichkeiten und Handelsplattformen unterscheiden.
- Paarauswahl: Am Devisenmarkt werden Währungen in Paaren gehandelt. Sie müssen entscheiden, welches Währungspaar Sie handeln möchten. Zu den am häufigsten gehandelten Paaren zählen EUR/USD, USD/JPY, GBP/USD und USD/CAD.
- Positionierung: Wenn Sie davon ausgehen, dass die Basiswährung des Paares gegenüber der Kurswährung aufwertet, gehen Sie long und kaufen das Paar. Wenn Sie von einer Abwertung ausgehen, gehen Sie short und verkaufen das Paar.
- Hebelwirkung: Der Devisenhandel erfolgt häufig mit Hebelwirkung, die es ermöglicht, mit geringem Kapitaleinsatz eine große Position zu steuern. Die Hebelwirkung kann jedoch sowohl Gewinne als auch Verluste vervielfachen.
- Positionsmanagement: Sobald Sie ein Geschäft platziert haben, müssen Sie die Position überwachen und bei Bedarf anhand der Marktbewegungen anpassen. Dazu kann gehören, Stop-Loss-Orders zur Begrenzung möglicher Verluste und Take-Profit-Orders zur Sicherung von Gewinnen beim Erreichen eines bestimmten Kursniveaus zu setzen.
- Schließen der Position: Sie schließen eine Devisenposition, indem Sie das Gegengeschäft zu demjenigen ausführen, mit dem Sie die Position eröffnet haben. Haben Sie ein Währungspaar gekauft, verkaufen Sie es, um die Position zu schließen. Haben Sie ein Paar verkauft, kaufen Sie es, um die Position zu schließen.
Devisenhändler erzielen Gewinne, wenn ihre Prognosen zur Währungsentwicklung zutreffen. Geht ein Händler bei einem Währungspaar eine Long-Position ein und die Basiswährung wertet gegenüber der Kurswährung auf, erzielt er einen Gewinn. Geht er hingegen eine Short-Position ein und die Basiswährung wertet ab, erzielt er ebenfalls einen Gewinn.
Wie der Handel mit Futures und Optionen ist auch der Devisenhandel mit erheblichen Risiken verbunden und nicht für alle Anleger geeignet. Es ist wichtig, den Markt zu verstehen, über eine klar definierte Handelsstrategie zu verfügen und sich der potenziellen Risiken bewusst zu sein, bevor Sie beginnen.



