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Firmenkundenprodukte

Anlagestrukturen

Investitions- und Finanzierungsstruktur

Bei IFB entwickeln wir maßgeschneiderte Anlage- und Finanzierungsstrukturen, die auf die komplexen Anforderungen von Staaten und staatlichen Institutionen, institutionellen Kunden und anspruchsvollen Privatkunden zugeschnitten sind. Unser Ansatz beruht auf Präzision, Diskretion und Innovation: Wir verbinden klassische Bankdisziplin mit fortgeschrittenem Financial Engineering.

Wir entwickeln mehrschichtige Lösungen über die gesamte Kapitalstruktur hinweg: von erstrangig besicherten Instrumenten und strukturierten Krediten bis hin zu hybriden, aktienbezogenen Produkten und treuhänderisch besicherten Wertpapieren. Jedes Mandat gehen wir mit einem ganzheitlichen Verständnis von Risiko, den Rahmenbedingungen der jeweiligen Rechtsordnung und langfristiger strategischer Ausrichtung an. Wir arbeiten mit Korrespondenzbanken und Verwahrstellen zusammen, um die Ausführung und die grenzüberschreitende Durchsetzbarkeit zu unterstützen.

Ob Sie die Kapitaleffizienz optimieren, Werte aus vorhandenen Vermögenswerten realisieren oder die Finanzierung kritischer Infrastruktur strukturieren möchten: Die IFB ist Ihr verlässlicher Partner und richtet Kapital strategisch auf den jeweiligen Zweck aus.

I. Kredittranchierung

1. Strukturierter Risiko-Wasserfall

Definition: Eine mehrschichtige Kapitalstruktur, die das Risiko auf Tranchen (vorrangige Verbindlichkeiten, Mezzanine und Eigenkapital) aufteilt, wobei jede Ebene ein eigenes Risiko-Rendite-Profil aufweist.

Funktionsweise: Die Mittel fließen in eine SPV. Die Rückzahlung folgt einer strikten Rangfolge (Waterfall): Zuerst wird das vorrangige Kapital (mit Zinsen) zurückgeführt, anschließend das Mezzanine-Kapital, und schließlich entfallen verbleibende Gewinne auf das Eigenkapital. Mezzanine- und Eigenkapital können IRR-Hurdles, bevorzugte Renditen und Gewinnbeteiligungen („Carry“) umfassen.

Anwendungsfall: Finanzierung von Anteilen vor dem Börsengang, Immobilienprojekte, Infrastrukturvorhaben, Private-Equity-Strukturen.

Vorteile: Vorrangige Rückzahlung, ausgewogene Risikoallokation, ermöglicht eine komplexe Gestaltung der Rendite.

Nachteile: Hohe rechtliche Komplexität, illiquide, hohe Strukturierungskosten.

II. Synthetische und derivative Strukturen

2. Total Return Swap (TRS)

Definition: Synthetischer Vertrag, der die gesamte wirtschaftliche Wertentwicklung eines Vermögenswerts abbildet, ohne dass das Eigentum übertragen wird.

Funktionsweise: Der Investor zahlt eine Gebühr an eine Gegenpartei (z. B. eine Bank), die den zugrunde liegenden Vermögenswert hält und Kurssteigerungen sowie Erträge an den Investor weiterleitet; der Investor wiederum trägt etwaige Wertverluste. Es ist eine Margin-Sicherheit zu hinterlegen.

Anwendungsfall: Engagement in beschränkt handelbaren Aktien oder Vermögenswerten, die nicht zum direkten Erwerb zur Verfügung stehen.

Vorteile: Keine Übertragung von Eigenkapitalanteilen; bilanzschonend.
Nachteile: Kontrahentenrisiko, aufsichtsrechtliche Überwachung, Margin-Anforderungen.

3. Differenzkontrakt (Contract for Difference, CFD)

Definition: Derivat, das die Kursentwicklung eines Vermögenswerts abbildet, ohne dass tatsächliches Eigentum daran besteht.

Funktionsweise: Anleger und Emittent gleichen die Differenz zwischen dem aktuellen und dem künftigen Preis in bar aus. Es werden keine Vermögenswerte übertragen.

Anwendungsfall: Kurzfristige direktionale Wetten, stark gehebelte Positionen.

Vorteile: Hebelwirkung; geringer Kapitaleinsatz.
Nachteile: Regulatorische Beschränkungen; extreme Volatilität.

4. Terminkaufvereinbarung (Forward Purchase Agreement, FPA)

Definition: Ein verbindlicher Vertrag über den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts zu einem festen Preis und an einem zukünftigen Termin.

Funktionsweise: Der Investor verpflichtet sich jetzt, zu einem künftigen Zeitpunkt zu kaufen. Die Abwicklung wird durch ein Liquiditätsereignis (z. B. einen Börsengang) ausgelöst, mit vereinbarter Preislogik.

Anwendungsfall: Zeitlich verzögertes Engagement in Aktien vor dem Börsengang.

Vorteile: Zeitliche Flexibilität; strategische Positionierung.
Nachteile: Kein Kurspotenzial in der Zwischenzeit; Ausführungsrisiko.

III. Hybride Fremd-/Eigenkapitalinstrumente

5. Wandelanleihe

Definition: Schuldtitel, der bei Eintritt eines vorab definierten Ereignisses (z. B. nächste Finanzierungsrunde, IPO) in Eigenkapital gewandelt wird.

Funktionsweise: Das Darlehen wird verzinst. Es wird bei Eintritt des Auslösers mit Abschlag oder Bewertungsobergrenze umgewandelt. Enthält häufig ein Fälligkeitsdatum und Optionalität.

Anwendungsfall: Überbrückungsfinanzierung im Bereich Venture Capital und Wachstumskapital (Growth Equity).

Vorteile: Flexibilität, Angleichung der Interessen von Anleger und Emittent.

Nachteile: Verwässernd; die Wandlungsmechanik kann zu Streitigkeiten führen.

6. Partiarisches Darlehen

Definition: Darlehen mit festem Zins zuzüglich einer Beteiligung an den Gewinnen des Kreditnehmers oder an der Wertsteigerung seines Eigenkapitals.

Funktionsweise: Die Zinsen werden regelmäßig gezahlt. Zusätzlich erhält der Kreditgeber eine erfolgsabhängige Vergütung: entweder als prozentualen Anteil am Gewinn oder als Beteiligung am Veräußerungsgewinn beim Exit.

Anwendungsfall: Wachstumskapital unterhalb der institutionellen Ebene.

Vorteile: Doppeltes Einkommen; Wahrung der Interessengleichheit mit dem Kreditgeber.

Nachteile: Streitigkeiten über die Berechnung der Gewinnbeteiligung; Komplexität hybrider Strukturen.

7. Contingent Value Rights (CVRs)

Definition: Rechte, die den Inhaber zu einer zusätzlichen Zahlung berechtigen, wenn ein definiertes Ereignis eintritt (z. B. das Erreichen einer Bewertungsschwelle oder die Zulassung durch die FDA).

Funktionsweise: Häufig an M&A-Transaktionen oder Investitionsrunden gekoppelt. Die Rechte werden erst bei Erreichen von Meilensteinen ausübbar.

Anwendungsfall: Risikopuffer bei ungewissen Ergebnissen.

Vorteile: Eingebaute Optionalität; Risikoverschiebung.

Nachteile: Illiquidität; häufig binäre Ergebnisse.

IV. Aktiengebundene Wertpapiere

8. Vorzugskapital

Definition: Aktien mit Vorrechten bei Dividende und Liquidationserlös gegenüber Stammaktien.

Funktionsweise: Bezieht eine feste Dividende; kann in Stammaktien wandelbar oder nicht wandelbar sein. In der Regel ohne Stimmrecht, bei der Ausschüttung jedoch vorrangig.

Anwendungsfall: Spätphasen-Finanzierungsrunden oder Brückeneigenkapital.

Vorteile: Schutz vor Kursverlusten; Vorrang bei einem Liquiditätsereignis.

Nachteile: Eingeschränkte Governance; begrenztes Aufwärtspotenzial.

9. Rückzahlbares Eigenkapital

Definition: Eigenkapital, das vom Emittenten zu einem vorab festgelegten Preis oder zu festgelegten Bedingungen zurückgekauft werden kann.

Funktionsweise: Der Emittent behält das Recht (oder die Pflicht), nach Ablauf einer Sperrfrist oder bei Eintritt eines Auslöseereignisses Aktien zurückzukaufen.

Anwendungsfall: Befristetes Aktienengagement mit festem Ausstieg.

Vorteile: Klar definierter Ausstiegsweg; oft steuerlich vorteilhaft.

Nachteile: Vor der Rückzahlung kann ein Marktwert fehlen.

10. Equity Collar

Definition: Strukturierte Position, die eine Long-Aktienposition, einen schützenden Put und einen Short-Call kombiniert, um das Abwärtsrisiko abzusichern und das Aufwärtspotenzial zu begrenzen.

Funktionsweise: Der Anleger kauft den Vermögenswert, kauft eine Put-Option unterhalb des Marktpreises und verkauft eine Call-Option oberhalb davon, wodurch ein „Collar“ der Erträge entsteht.

Anwendungsfall: Absicherung von Pre-IPO- oder konzentrierten Aktienengagements.

Vorteile: Abwärtsschutz; liquiditätsneutrales Overlay.

Nachteile: Begrenzt das Aufwärtspotenzial; Prämienkosten.

V. Umsatz- oder leistungsabhängige Vereinbarungen

11. Revenue Participation Agreement (RPA)

Definition: Der Investor erhält einen festen Anteil an den Umsatzerlösen des Unternehmens, bis ein Renditeziel erreicht ist.

Funktionsweise: Die Vereinbarung sieht eine Umsatzbeteiligung (in % des Brutto- oder Nettoumsatzes) vor, bis ein bestimmter IRR oder ein bestimmtes Vielfaches erreicht ist; danach erlischt sie.

Anwendungsfall: Unternehmen mit starken Cashflows, die zögern, Eigenkapital zu veräußern.

Vorteile: nicht verwässernd; auf die Cashflow-Generierung abgestimmt.

Nachteile: Keine Teilhabe an Wertsteigerungen des Eigenkapitals; schwer skalierbar.

12. Meilensteinbasierte Gewinnbeteiligung

Definition: Der Anleger erhält Erträge nur, wenn bestimmte nichtfinanzielle Leistungskennzahlen (KPIs) oder Messgrößen erreicht werden.

Funktionsweise: Renditetranchen werden nacheinander aktiviert, sobald Meilensteine (z. B. Markteinführung, Nutzerbasis) erreicht sind.

Anwendungsfall: Erfolgsabhängige Investitionen in frühen Phasen.

Vorteile: Effiziente Risikokapitalausstattung; setzt Anreize zur Erreichung operativer Ziele.

Nachteile: Risiko eines binären Ergebnisses; schwer durchsetzbar.

VI. Verwahr- oder Sicherheitenstrukturen

13. Wertpapierleihe mit Optionsüberlagerung

Definition: Der Anleger verleiht Aktien an einen Dritten und behält eine Option (Call oder synthetisch) auf Kursgewinne.

Funktionsweise: Aktien werden beim Kreditnehmer platziert; der Anleger erhält eine Leihgebühr und hält ein Finanzinstrument, das an das künftige Wertsteigerungspotenzial gekoppelt ist.

Anwendungsfall: Renditeoptimierung oder Absicherung (Strukturen, die auf Dividendensteuer-Arbitrage abzielen, sind ausgeschlossen).

Vorteile: Monetarisierung ohne Verkauf; bewahrt Handlungsspielraum.

Nachteile: Kontrahentenrisiko; strukturell komplex.

14. NAV-basierte Kreditvergabe

Definition: Kreditfazilität, besichert durch den Nettoinventarwert (NAV) eines privaten Portfolios.

Funktionsweise: Der Nettoinventarwert wird regelmäßig ermittelt. Der Kreditgeber stellt eine Kreditlinie mit Nachschusstriggern und Covenants bereit.

Anwendungsfall: Family Offices und Fonds, die Liquidität aus illiquiden Beständen benötigen.

Vorteile: Vermögensgedeckter Kredit; Aufwärtspotenzial bleibt erhalten.

Nachteile: Schwankungen des Nettoinventarwerts; hoher Überwachungsaufwand.

15. Repo-Vereinbarung (Rückkaufvereinbarung)

Definition: Zeitweiliger Verkauf eines Vermögenswerts mit der Verpflichtung, diesen später zu einem festgelegten Preis zurückzukaufen.

Funktionsweise: Der Vermögenswert wird mit einer Rückkaufklausel veräußert und wirkt damit wirtschaftlich wie eine besicherte Kreditgewährung.

Anwendungsfall: Kurzfristige Liquiditäts- und Treasury-Steuerung.

Vorteile: Kapitaleffizient; kurze Laufzeit.

Nachteile: zeitlich begrenzt; mögliches Kursrisiko beim Wiedereinstieg.

VII. Fonds- oder poolbasierte Strukturen

16. Collateralised Fund Obligation (CFO)

Definition: Tranchenbasierte Verbriefung von Fondserträgen oder eines Vermögenspools.

Funktionsweise: Senior-, Mezzanine- und Equity-Notes, begeben gegen erwartete künftige Ausschüttungen oder den Vermögenswert.

Anwendungsfall: Liquidität für Dachfonds oder Private-Equity-Portfolios.

Vorteile: Strukturierte Liquidität; Bonitätsverbesserung durch Tranchierung.

Nachteile: Komplexe Strukturierung; begrenzter Sekundärmarkt.

17. SPV-Syndizierung

Definition: Mehrere Investoren bündeln über eine Zweckgesellschaft (SPV) Kapital, um einen bestimmten Zielvermögenswert zu erwerben oder zu finanzieren.

Funktionsweise: Die Zweckgesellschaft (SPV) hält den Vermögenswert; Zahlungswasserfall und Governance werden vertraglich geregelt.

Anwendungsfall: Gemeinschaftlicher Erwerb großer Privatplatzierungen.

Vorteile: Geteiltes Risiko; konzentrierte Kontrolle.

Nachteile: Governance-Aufwand; Illiquidität.

VIII. Strukturierte öffentlich-private Hybride

18. PIPE (Private Investment in Public Equity)

Definition: Ein Privatinvestor erwirbt öffentlich gehandelte Aktien direkt vom Emittenten, in der Regel mit Abschlag und Haltefrist (Lock-up).

Funktionsweise: Verhandelte Konditionen; häufig verbunden mit Optionsscheinen (Warrants) oder Vorzugsaktien.

Anwendungsfall: Schnelle Kapitalbeschaffung für notleidende oder wachstumsstarke börsennotierte Emittenten.

Vorteile: Hoher Abschlag; zügige Ausführung.

Nachteile: Aufsichtsrechtliche Prüfung; Verwässerung.

19. Sonderoptionsscheine / Optionspools

Definition: An private Anleger ausgegebene Optionsscheine mit langer Laufzeit, die häufig an künftige Ereignisse (z. B. einen Börsengang) geknüpft sind.

Funktionsweise: Optionsscheine werden in Aktien umgewandelt, wenn eine festgelegte Bedingung erfüllt ist.

Anwendungsfall: Verzögerter Einstieg in Eigenkapital bei Wahrung der Optionalität.

Vorteile: Hebelwirkung; geringe Einstiegskosten.

Nachteile: Der Wert nimmt im Zeitverlauf ab; komplexe Auslöser.

20. Treuhandbesicherte strukturierte Schuldverschreibung

Definition: Der Anleger erwirbt eine Schuldverschreibung, die durch einen Trust besichert ist, der illiquide oder hochrentierliche Vermögenswerte hält.

Funktionsweise: Ein Trust verwaltet den Vermögenspool; die Schuldverschreibungen zahlen eine feste oder variable Rendite, die an den Nettoinventarwert oder die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Vermögenswerte gekoppelt ist.

Anwendungsfall: Private Vermögensstrukturen, grenzüberschreitende Optimierung.

Vorteile: steuereffizient; individuell gestaltbar.

Nachteile: Rechtliche Komplexität; lange Laufzeit; Trust-Gebühren.

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